Bahá'í-Religion
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Bahai (arabisch: بهائي, bahāʾī) nennen sich die Mitglieder einer weltweit verbreiteten Religion (auch Bahaismus oder Bahaitum genannt), die im 19. Jahrhundert von dem aus Persien stammenden Baha’u’llah gestiftet wurde. Die rund 7,5 Mio. Anhänger leben vor allem in Indien, dem Iran, in Schwarzafrika, Südamerika und den USA. Im Mittelpunkt der Lehre steht der Glaube an einen transzendenten Gott, die mystische Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit.
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[Bearbeiten] Verbreitung
2004 bekannten sich rund 7,5 Millionen Menschen zum Bahai-Glauben.[1] Demographen der Bahai-Gemeinde zählen nur offiziell registrierte Mitglieder und kommen aufgrund vorsichtiger Schätzungen auf rund fünf Millionen weltweit.[2] Nach Angaben der Bahá’í International Community stammen die Bahai aus 2112 ethnischen Gruppen[3] und leben vor allem in Indien, dem Iran, in Schwarzafrika und Südamerika.[4] In Indien gibt es mit ungefähr 2,2 Millionen Mitgliedern die größte Bahai-Gemeinde der Welt.[5] Die größte Bahai-Gemeinde der westlichen Industriestaaten ist mit rund 830.000 Mitgliedern jene der USA.[1] Im historisch eng mit dem Bahai-Glauben verbundenen Iran leben heute noch rund 460.000 Bahai, deren Grundrechte stark eingeschränkt sind.[6] In Bezug auf die Bevölkerungszahl sind die Bahai-Gemeinden meist sehr klein, fast überall liegen sie unter einem Promille. In Bolivien und einigen Inselstaaten wie Kiribati erreichen sie mehrere Prozent.
In Deutschland leben seit 1905 Bahai. Momentan sind es rund 12.000,[6] die offiziellen Angaben der Bahai in Deutschland sprechen jedoch nur von rund 5000. Ihr Gemeindezentrum mit dem ersten Europäischen Haus der Andacht befindet sich in Hofheim am Taunus und gilt dort als lokale Sehenswürdigkeit. Dort werden im Bahai-Verlag deutsche Übersetzungen der Bahai-Schriften herausgegeben. Insgesamt wurden sie in mehr als 800 Sprachen übersetzt. Durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (→ Bahai-Beschluss) erlangte die Gemeinschaft in der deutschen Rechtswissenschaft einige Bekanntheit. In Österreich und der Schweiz leben rund 3700 Bahai.[6]
All of my questions settled-tnakhs!
[Bearbeiten] Glaubenspraxis
Die Bahai-Religion schreibt relativ wenige Riten vor, individueller Gestaltungsfreiraum ist gegeben und Inkulturation wird begrüßt. Adressat fast aller Gebote ist der Gläubige, nicht die Gemeinde. Einen unmittelbar erlösenden oder heilsbringenden Charakter haben die Riten nicht. Was zählt, ist die geistige Grundhaltung und nicht die äußere Form. Eine Etablierung kultischer Traditionen jenseits der von Baha’u’llah vorgeschriebenen Riten, wird aufgrund der Gefahr der „Verkrustung der Religion“ abgelehnt.[7]
Das Haus der Andacht ist die vorgeschriebene Andachtsstätte der Bahai. Es handelt sich um einen neunseitigen Kuppelbau, welcher an jeder Seite ein Eingangstor besitzt. Dieses soll im Idealzustand von Gärten und sozialen Einrichtungen umgeben sein. Die Gottesdienste darin sind reine Andachten, eine Liturgie oder Predigt existiert nicht, es werden Schriften aus allen Offenbarungsreligionen vorgetragen. Als musikalisches Element dienen gesungene Rezitationen und Gebete, Soloimprovisationen sowie Chorgesang. Musikinstrumente sind nicht vorgesehen, da die Häuser der Andacht allein dem Wort Gottes und der menschlichen Stimme vorbehalten sind.[7]
Für die Bahai sind das Gebet und das Fasten die Pfeiler der von Baha’u’llah offenbarten Vorschriften. Das Gebet gilt als Kommunikationsmöglichkeit mit Gott und sei daher unabdingbar. Eine besondere Rolle haben die Pflichtgebete, welche in drei unterschiedlichen Längen und Formen zur Auswahl stehen.[8] Das Fasten findet im letzten Monat des Bahai-Kalenders statt und dauert den ganzen Bahai-Monat, also 19 Tage, an. Fasten bedeutet für die Bahai völlige Enthaltung von Speisen und Getränken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Vom Fasten ausgenommen sind Menschen, welche aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind. Zu den Geboten Baha’u’llahs gehört das tägliche Lesen oder Rezitieren der Heiligen Schriften und die persönliche Umsetzung dieser ethischen Richtlinien im täglichen Leben.[7]
Die Heiratszeremonie, welche als Form nur eine einfache Trauformel kennt,[9] ist nur zwischen Frau und Mann möglich[10] und erfordert die Zustimmung aller noch lebenden Elternteile, was vor allem die Einheit innerhalb der Familie stärken soll.[11]
Die Gläubigen haben die Gesetze ihres jeweiligen Landes zu respektieren.[12] Parteipolitischer Aktivitäten sollten Bahai sich enthalten.[13] Engagement in Jugendgruppen, Friedensbewegungen, interreligiösen Initiativen und Umweltschutzbewegungen und dergleichen außerhalb der Bahai-Gemeinde, sofern parteipolitisch neutral, wird ausdrücklich gefördert.
[Bearbeiten] Gemeinde
Die wichtigsten Festtage der Bahai-Gemeinde sind Naw-Ruz (Neujahrsfest am 21. März), Ridvan (die Verkündigung Baha’u’llahs vom 21. April bis zum 2. Mai), die Verkündigung des Bab und Geburtstag Abdu’l Bahas (am 23. Mai), das Hinscheiden Baha’u’llahs (29. Mai), der Märtyrertod des Bab (9. Juli), der Geburtstag des Bab (20. Oktober) und der Geburtstag Baha’u’llahs (12. November).[14]
Die örtliche Gemeinde trifft sich alle 19 Tage zu ihrer monatlichen Versammlung, welche von den Bahai Neunzehntagefest genannt wird. Der Bahai-Kalender teilt das Jahr in 19 mal 19 Tage ein. Das Neunzehntagefest markiert den Monatsbeginn. Das Fest besteht aus drei Teilen: einem besinnlichen Andachtsteil, bei welchem aus den heiligen Schriften gelesen wird, einem Beratungsteil, bei welchem die Gemeinde über ihre Tätigkeiten berät und einem geselligen Teil, welcher mit einem Festmahl einhergeht.[15][6]
Mancherorts werden öffentliche Andachten veranstaltet, welche gemeinsam mit den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften gestaltet werden. Bei Gebeten der Weltreligionen rezitieren und singen die Repräsentanten der Religionen nacheinander Gebete ihrer heiligen Schriften. Als verbindendes Element dient die Musik. Weitere Veranstaltungen der Bahai sind u. a. Gebetsversammlungen, Lesungen aus religiösen Schriften, Studienkurse, Kinderklassen, Vorträge oder Tagungen.
Einen Klerus gibt es nicht. Jeder offiziell erklärte Bahai kann ab dem 21. Lebensjahr grundsätzlich jedes Amt bekleiden. Bei Verstoß gegen eine administrative Regel oder bei offensichtlichem Verstoß gegen zentrale Glaubensgebote in der Öffentlichkeit können allerdings die administrativen Rechte zeitlich begrenzt entzogen werden. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit von der Teilnahme im Neunzehntagefest ausgeschlossen ist und sein aktives und passives Wahlrecht in der Gemeinde verliert. Spaltungsversuche und massive interne Angriffe, die das Gemeindeleben ernsthaft gefährden würden, können durch das internationale Haus der Gerechtigkeit als Bundesbruch festgestellt werden. Folge sind der vollständige Ausschluss aus der Gemeinde und der Abbruch aller Kontakte zum Bundesbrecher. Fälle von Bundesbruch gab es in Europa extrem selten.
Die Struktur der Gemeindeordnung unterteilt sich in zwei Bereiche. In einen gewählten und in einen ernannten Zweig. Die gesamte Ordnung basiert auf dem Beratungsprinzip und der freien, geheimen und unabhängigen Wahl.[16]
Entscheidungsträger sind die gewählten Gremien mit neun Mitgliedern, welche die Aktivitäten der Gemeinde leiten und koordinieren.[17] Der ernannte Zweig besteht aus verschiedenen Stufen von Beratern, welche von den gewählten Gremien ernannt werden, diese haben keine Entscheidungsgewalt.[16]
Die örtlichen Geistigen Räte werden einmal im Jahr durch die ganze Gemeinde gewählt. Jedes Land ist in bestimmte Wahleinheiten eingeteilt, wo Delegierte gewählt werden, die ihrerseits bei einer jährlichen Tagung die Geistigen Räte auf nationaler Ebene wählen. Der internationale Rat, das Universale Haus der Gerechtigkeit in Haifa, wird alle fünf Jahre durch die männlichen und weiblichen Mitglieder aller nationalen Räte aus der Gesamtheit aller männlichen Gläubigen gewählt.
Sowohl die Wahl der Gremien als auch das Prinzip der Beratung sind für die Bahai ein Ideal. Eine Bahai-Wahl ist ein Akt demokratischer Willensbildung, sie ist allgemein, frei, gleich und geheim, enthält aber auch einen spirituellen Charakter. Aktiv und passiv wahlberechtigt ist jeder Bahai, welcher sich offiziell erklärt hat und das 21. Lebensjahr vollendet hat und dem seine administrativen Rechte nicht entzogen wurden. Es soll die Person gewählt werden, welche man als am geeignetsten empfindet, nicht jene Person, welche die eigenen Wünsche am Besten vertritt. Qualität des Charakters geht vor intellektueller Qualifikation, andere Maßstäbe wie Alter, Geschlecht, Stand und weiterem soll keine Bedeutung zugemessen werden. Absprachen, Empfehlungen, Kandidaten, Parteien und Wahlkampf sind untersagt.[16]
Das Beratungsprinzip soll sicherstellen, dass die Erfahrung und das Wissen aller für die gemeinsame Willensbildung nutzbar wird. Freie und uneingeschränkte Meinungsäußerung sind dabei unerlässlich. „Erst wenn die Meinungen aufeinanderprallen“, so Abdu’l Baha, „kann der Funke der Wahrheit sprühen“. Bei Entscheidungen wird nicht publiziert, welches Mitglied, wie gestimmt hat. Parteibildung und Lobbyarbeit sollen durch lösungsorientierte Arbeit ersetzt werden. Voraussetzung für diese Form der Entscheidungsfindung ist, dass alle Ratsmitglieder als gleichberechtigt betrachtet werden. Meinungsbeiträge für eine Beratung werden nicht als persönliches „Eigentum“ betrachtet, sondern werden in dem Moment, in welchem sie in die Diskussion eingebracht werden, zum Gemeingut, über das alle gemeinsam befinden. Entscheidungsgrundlage ist die Heilige Schrift, die durch den Rat – je nach Beratungsgegenstand – stets neu anzuwenden ist. Jede Beratung im Geistigen Rat wird mit Gebeten begonnen.
Die Gemeinde finanziert sich über freiwillige und anonyme Spenden, die ausschließlich von Bahai angenommen werden.[18]
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte der Bahai-Gemeinde geht auf das Wirken zweier Stiftergestalten zurück: Sayyid Ali Muhammad (1819-1850), genannt „der Bab“ (arab. „das Tor“), und Mirza Husayn Ali Nuri (1817-1892), genannt „Baha’u’llah“ (arab. „Herrlichkeit Gottes“). Der eigentliche Stifter ist Baha’u’llah. Der Bab wird von den Bahai als dessen Wegbereiter und zugleich als eigenständiger Religionsstifter des Babismus betrachtet.
[Bearbeiten] Der Bab
Der Bab wurde 1819 in Schiras, Iran geboren. Am Abend des 22. Mai 1844 erhob er erstmals den Anspruch einer göttlichen Offenbarung. Als Titel greift er den schiitisch-eschatologischen Begriff des „Bab“ auf. Er deutet ihn um als „Tor zu Gott“[19][20], d.h. als Anspruch einer nachislamischen Offenbarung und als Wegbereiter einer weiteren Offenbarungsgestalt. Der Babismus gewann schnell Anhänger aus dem schiitischen Umfeld.[21] Unter schiitischen Gelehrten und Geistlichen stieß der Offenbarungsanspruch des Bab und seine Interpretation des Islam auf Ablehnung; insbesondere stellte der Bab die Rolle der Religionsgelehrten in Frage und trat für die Rechte der Frau und größere gesellschaftliche Gleichheit ein. Anfang 1847 wurde er verhaftet.
Die formelle Trennung vom Islam erfolgte im Juli 1848 in Badascht[22] am Kaspischen Meer. Sie war das Ergebnis eines Konzils der einflussreichsten Anhänger des Bab. Eine der Wortführerinnen, Qurat al-Ayn, legte als Zeichen der Emanzipation der Frau erstmals in der Öffentlichkeit ihren Schleier ab.[23]
Die zunehmende Missionstätigkeit der Babi führte rasch zum Widerstand schiitischer Gruppen, bald zu (auch staatlich) organisierter Verfolgung der Gemeinde. Als Gegenreaktion kam es vereinzelt zu Revolten gegen die iranische Regierung. Schiitische Vorstellungen des Dschihad blieben unter den Babi zunächst erhalten.[24] Am 9. Juli 1850 wurde der Bab in Täbris öffentlich füsiliert. Die Verfolgungen dauerten bis 1853 an. Tausende Anhänger des Bab wurden getötet.[25]
Seit 1848 hatten v. a. zwei der Anhänger des Bab an Bedeutung gewonnen: die Söhne eines Staatsministers in Teheran, die Halbbrüder Mirza Husayn Ali Nuri, später Baha’u’llah genannt, und Mirza Yahya Nuri, später bekannt als Subh-i-Azal. Wie vom Bab vorgesehen, übernahm nach dem Tod des Bab nominell der kaum neunzehnjährige Subh-i-Azal die Leitung der Babi-Gemeinde, war dieser Aufgabe aber kaum gewachsen. Auf Anraten Baha’u’llahs und anderer hatte ihn der Bab 1849 zum Sachwalter bestimmt für die Übergangszeit bis zum Auftreten „Dessen, den Gott offenbaren wird“, der im Babismus erwarteten messianischen Gestalt.[26]
Yeah that's what I'm talinkg about baby--nice work!
[Bearbeiten] Abdu’l Baha und die Folgezeit
Die Leitung der Gemeinde ging testamentarisch[27] auf Baha’u’llahs ältesten Sohn Abdu’l Baha (1844-1921) über. Dies impliziert auch die autoritative Auslegung seiner Schriften. Bis zur Jungtürkischen Revolution 1908 blieb Abdu’l Baha in Akkon interniert. Seit 1892 bildeten sich erste Bahai-Gemeinden in Nordamerika und Europa. Diese Gemeinden besuchte Abdu’l Baha zwischen 1910 und 1913, um für den Frieden unter den Religionen und Nationen zu werben.[28] Im Frühjahr 1913 besuchte er auch Deutschland. Durch sein humanitäres Engagement, vor allem während der Kriegsjahre (1914-1918) in Haifa, erlangte er große öffentliche Anerkennung. Er starb 1921 in Haifa.
Testamentarisch ernannte Abdu’l Baha seinen Enkel Shoghi Effendi (1897-1957) zum „Hüter“ der Bahai-Gemeinde. Shoghi Effendi übersetzte einige der wichtigsten Schriften Baha’u’llahs ins Englische. Unter seiner Leitung verbreitete sich die Bahai-Gemeinde in nahezu alle Länder der Erde.[29] Mit Shoghi Effendi wurde die autoritative (verbindliche) Auslegung der Schriften Baha’u’llahs abgeschlossen.[30]
Seit 1963 führt das Haus der Gerechtigkeit die internationale Gemeinde. Es hat seinen Sitz in Haifa. Hier befindet sich daher auch das administrative Bahai-Weltzentrum.
[Bearbeiten] Bahá’í International Community (BIC)
Seit 1948 ist die Bahá’í International Community bei den Vereinten Nationen als nichtstaatliche Organisation anerkannt. Seit 1970 hat sie beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, seit 1976 beratenden Status beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Sie arbeitet mit der Weltgesundheitsorganisation, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, dem Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen und dem Entwicklungsfond der Vereinten Nationen für Frauen zusammen.[31][32] Außerdem hat die Bahá’í International Community 1992 in New York das weltweit tätige „Büro für Frauenförderung“ eingerichtet.
Die Bahá’í International Community betreut weltweit 1714 soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprojekte, sowie 348 Schulen.[33]
Deep thouhgt! Thanks for contributing.
[Bearbeiten] Konversion
[Bearbeiten] Beitritt
Maßgeblich für die Konversion zum Bahai-Glauben ist die Akzeptanz Baha’u’llahs als Manifestation Gottes und der Wunsch, nach seinen Lehren zu leben und der Bahai-Gemeinde anzugehören. Formell wird dies in Deutschland durch die Unterzeichnung einer Karte bekundet, dem die Aufnahme des neuen Mitglieds durch den Nationalen Geistigen Rat folgt.
Die Konversion zum Bahai-Glauben kennt keinerlei Zeremonie oder Feierlichkeiten und ist frühestens ab dem vollendeten 15. Lebensjahr möglich. Kinder aus Bahai-Familien verstehen sich zwar oft schon vorher als Bahai, müssen aber zu ihrem 15. Geburtstag die bewusste persönliche Entscheidung treffen, ob sie künftig der Gemeinde angehören möchten oder nicht. Eine Taufe oder dergleichen gibt es nicht.
Full of sailnet points. Don't stop believing or writing!
[Bearbeiten] Kontroversen
Eine Regel der Bahai in den Vereinigten Staaten, die einige intellektuelle Bahai als interne Zensur kritisieren, ist, dass dort schriftliche Arbeiten über den Bahai-Glauben vor der Publikation einer internen Prüfung unterzogen werden. Diese Praxis, die noch aus der Zeit Shoghi Effendis stammt, wird heute kontrovers diskutiert.[34]
In den achtziger Jahren gab es eine Kontroverse zwischen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) und der deutschen Bahai-Gemeinde, die durch die EZW-Veröffentlichung einer Bahai-Monographie[35] eines Ex-Mitglieds ausgelöst wurde, welche die Bahai-Gemeinde als Verleumdung ihrer Zentralgestalten und Institutionen betrachtete. Nach der Veröffentlichung einer umfassenden Erwiderung[36] durch den Bahai-Theologen Udo Schaefer und zwei weitere Bahai-Autoren wurde diese Kontroverse beigelegt und man kehrte zurück zum Dialog. Kennzeichnend für den neuen Umgangsstil war die Aussage Ulrich Dehns, dass die EZW – in Bezugnahme auf einen durch den Religionswissenschaftler Manfred Hutter geprägten Begriff – die Bahai fortan als „nachislamische Weltreligion“ betrachte.[37]
[Bearbeiten] Religionswissenschaftliche Einordnung
In der neueren Forschung wird die Bahai-Religion fast durchweg als eigenständige Universalreligion betrachtet.[38] In der älteren Forschung sah dieses Bild teilweise anders aus und lieferte ein Zerrbild. Dies mag daran liegen, dass die ersten Werke über die Bahai-Religion im deutschsprachigen Raum von christlichen Apologeten verfasst wurden.[39]
Die Bahai-Religion ist in einem islamischen Kulturraum entstanden. Dies verleitete in der älteren Forschung dazu, diese als islamische Sekte zu betiteln. Diese Fehleinschätzung wurde durch den unkritischen, unwissenschaftlichen und zum Teil apologetischen Gebrauch des Wortes Sekte begünstigt. Verkannt wurde, dass sich die Bahai-Religion auf eigene heilige Texte stützt, einen eigenen universalen Anspruch hat und das islamische Religionsgesetz bereits 1848 aufgehoben wurde. Das Verhältnis zwischen der Bahai-Religion und dem Islam ist vergleichbar mit dem zwischen Christentum und Judentum.[39]
One or two to reemmebr, that is.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007
- ↑ Bahá’í International Community: Die Bahá’í, S. 13
- ↑ Bahá’í International Community: A Global Community
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ The Bahá’ís of India: BahaIndia.org
- ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 Brockhaus Enzyklopädie: Band 3 - Seiten 125-126, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038
- ↑ 7,0 7,1 7,2 Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126 Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980
- ↑ Zur Wahl stehen das lange Pflichtgebet (einmal in 24 Stunden), das mittlere Pflichtgebet (zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, zwischen Mittag und Sonnenuntergang und zwischen Sonnenuntergang und zwei Stunden danach) und das kurze Pflichtgebet (zwischen Mittag und Sonnenuntergang).
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! Fragen & Antworten 3
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! Kapitel 63
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! Kapitel 65
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! Inhaltsübersicht D,1,m
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! Vers 9:6
- ↑ Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 130 Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980
- ↑ Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 129 - 130 Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980
- ↑ 16,0 16,1 16,2 Theologische Realenzyklopädie, Studienausgabe Teil 1, Band V, S. 128f Walter de Gruyter, 1993 Berlin/New York, ISBN 3110138980
- ↑ Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 128-129 Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980
- ↑ Bahai.de: Häufig gestellte Fragen Wie finanzieren sich die Bahá’í?
- ↑ Siehe etwa I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ Siehe I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ Stichwort in Encyclopædia Iranica
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ Theologische Realenzyklopädie, Bd. 5, Stichwort Baha’ismus, S. 117; zum Ganzen: I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ vgl. Baha’u’llah, Kitab-i-Ahd, in Botschaften aus Akka, Hofheim 1982; siehe auch I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ Seine Ansprachen auf diesen Reisen sind in mehreren Büchern gesammelt, vgl. Artikel Abdu’l Baha
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ Bahá’í International Community: The Bahá’í International Community and the United Nations
- ↑ Bahá’í International Community: Advancement of Women
- ↑ Bahá’í International Community: Bahá’í Development Projects: A Global Process of Learning
- ↑ Barney Leith: Baha’i Review - Should the “red flag” law be repealed?
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! Viele seiner damaligen Thesen hat Ficicchia heute revidiert, einige vertritt er noch heute auf seiner Website
- ↑ I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ Ulrich Dehn in Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), 1/1997, S. 14-17: “Baha’i und EZW”
- ↑ Vgl. etwa I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- ↑ 39,0 39,1 I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
[Bearbeiten] Literatur
- I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
- I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze! in I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
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[Bearbeiten] Architektur und Kunst
- I thuohgt finding this would be so arduous but it's a breeze!
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[Bearbeiten] Magazine und Zeitschriften
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